Rechner
Urlaubstage berechnen
Wie viele Urlaubstage Ihnen zustehen – bei Teilzeit, bei Ein- oder Austritt im laufenden Jahr, mit Schwerbehinderung oder unter 18. Mit Rechenweg und den Regeln des Bundesurlaubsgesetzes.
Die Grundformel: Urlaubstage laut Vertrag × Ihre Arbeitstage pro Woche ÷ Arbeitstage bei Vollzeit. Wer bei 30 Urlaubstagen (Fünftagewoche) an drei Tagen arbeitet, hat 18 Urlaubstage – und damit genauso viele freie Wochen wie in Vollzeit. Gesetzlich garantiert sind bei einer Fünftagewoche mindestens 20 Tage.
Gesetzlicher Mindesturlaub
Das Bundesurlaubsgesetz garantiert mindestens 24 Werktage im Jahr. Werktage sind alle Tage außer Sonn- und Feiertagen, also auch Samstage. Wer an weniger Tagen pro Woche arbeitet, bekommt anteilig weniger Urlaubstage:
| Arbeitstage pro Woche | Mindesturlaub (Tage) |
|---|---|
| 6 | 24 |
| 5 | 20 |
| 4 | 16 |
| 3 | 12 |
| 2 | 8 |
| 1 | 4 |
Viele Arbeits- und Tarifverträge gewähren mehr, häufig 25 bis 30 Tage. Maßgeblich ist der höhere Wert.
Teilzeit: weniger Tage, gleich viel Erholung
Bei Teilzeit zählen die Arbeitstage pro Woche, nicht die Stunden. Wer an fünf Tagen je vier Stunden arbeitet, hat denselben Anspruch in Tagen wie in Vollzeit. Wer an drei Tagen arbeitet, bekommt drei Fünftel – braucht für eine freie Woche aber auch nur drei Urlaubstage.
Beginn oder Ende im laufenden Jahr
Den vollen Jahresurlaub gibt es erst nach sechs Monaten im Betrieb (Wartezeit). Für jeden vollen Monat, in dem das Arbeitsverhältnis besteht, steht ein Zwölftel des Jahresurlaubs zu, wenn
- die Arbeit nach dem 1. Juli beginnt – die Wartezeit endet dann erst im nächsten Jahr,
- das Arbeitsverhältnis vor dem Ende der Wartezeit endet, oder
- es nach der Wartezeit in der ersten Jahreshälfte endet.
Wer bis zum 1. Juli anfängt und bleibt, hat nach der Wartezeit Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Wer nach der Wartezeit in der zweiten Jahreshälfte geht, behält den vollen gesetzlichen Urlaub; für vertraglichen Mehrurlaub kann der Vertrag eine anteilige Kürzung vorsehen. Volle Monate zählen ab dem ersten Arbeitstag: Wer am 15. März beginnt, hat am 14. April den ersten vollen Monat.
Gerundet wird nur nach oben – und nur ab einem halben Tag
Ergibt das Zwölftel einen Bruchteil von mindestens einem halben Tag, wird auf einen vollen Tag aufgerundet: Aus 6,67 werden 7 Tage. Kleinere Bruchteile werden weder auf- noch abgerundet, sondern anteilig gewährt.
Zusatzurlaub
Schwerbehinderte Menschen erhalten fünf zusätzliche Urlaubstage bei einer Fünftagewoche; bei anderen Arbeitswochen entsprechend mehr oder weniger. Jugendliche haben einen höheren Mindesturlaub: 30 Werktage, wenn sie zu Beginn des Jahres noch nicht 16 sind, 27 Werktage, wenn sie noch nicht 17 sind, und 25 Werktage, wenn sie noch nicht 18 sind.
Resturlaub: Bis wann muss der Urlaub genommen werden?
Urlaub ist grundsätzlich im laufenden Jahr zu nehmen. Aus dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen kann er ins nächste Jahr übertragen werden und muss dann bis zum 31. März genommen werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts verfällt Urlaub aber nur, wenn der Arbeitgeber rechtzeitig auf den Resturlaub und den drohenden Verfall hingewiesen hat.
Der Rechner gibt die gesetzlichen Regeln wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Arbeits- und Tarifverträge können günstigere Regeln enthalten.
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Rechtsgrundlage & Quellen
- Bundesurlaubsgesetz (BUrlG), §§ 3, 4, 5 und 7 – Mindesturlaub, Wartezeit, Teilurlaub, Übertragung
- Sozialgesetzbuch IX, § 208 – Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen
- Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG), § 19 – Urlaub für Jugendliche
Stand: 28. Oktober 2026. Der Rechner wendet die gesetzlichen Regeln an; günstigere Regelungen in Arbeits- oder Tarifverträgen gehen vor. Angaben ohne Gewähr.